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Donnerstag, 10.08.2017
Nachricht, Universität, FH, GründerCube

GründerCube erweckt Interesse der Politik

Gemeinsam Gründungen zu fördern ist ein erklärtes Ziel der Universität zu Lübeck und der Fachhochschule Lübeck. Dafür haben sie unter anderem die GründerCubes erbaut und Institute geschaffen, die als Brücke zwischen den Hochschulen und den Gründerinnen und Gründern fungieren. CDU-Generalsekretär Peter Tauber, CDU-Direktkandidatin Prof. Dr. Claudia Schmidtke und Kreisvorsitzende Anette Röttger informierten sich am Mittwoch, den 09. August darüber, welchen Weg die Hochschulen eingeschlagen haben, um Start-ups zu fördern und was ihr Erfolgsgeheimnis dabei ist.

"Hier sieht es ja aus wie bei einem Start-up", bemerkt Tauber, als er in den GründerCube kommt. Zwischen Kicker und Müsli-Board nehmen Tauber, Schmidtke und ihre Wahlkampfhelfer Platz. "Wir haben hier bewusst eine Atmosphäre geschaffen, in der sich Gründungsinteressierte auch mal entspannen können", erklärt Professor Christian Scheiner und bietet den Gästen prompt ein Müsli an. Die Ausstattung sei mehr als nur Selbstzweck. "Hier kommen unheimlich engagierte Leute her, die für ihre Projekte brennen. Da müssen wir aufpassen, dass nicht nur gearbeitet wird, sondern eine Balance zwischen Arbeit und Leben entsteht."

220 Beratungen führt das Team der GründerCubes im Schnitt pro Jahr durch. Daraus entspringen etwa 15 bis 20 Neugründungen im Jahr. Die Lübecker Hochschulen sind damit bundesweit vorne dabei: der Gründungsradar des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Stifterverbands für die deutsche Wirtschaft rankt sie unter den besten 25% der kleinen und mittleren Hochschulen.

Die Aktivitäten des Instituts für Entrepreneurship und Business Development reichen von der Sensibilisierung für die Thematik z.B. in den sozialen Medien oder in Lehrveranstaltungen über die  Identifikation von Potenzialen bis hin zur Beratung und zur Evaluation. "Auf der einen Seite wollen wir natürlich Gründungsinteressierte bei ihren Vorhaben unterstützen", so FH-Vizepräsident Professor Henrik Botterweck, auf der anderen Seite gehe es aber auch darum, einer breiteren Masse an Studierenden unternehmerisches Denken näher zu bringen.

Darüber hinaus wendet sich Botterweck mit einem Wunsch an die Politiker_innen: Fachhochschulen sollten in Zukunft durch passende Maßnahmen und Programme des Bundes unterstützt werden.

In einem Punkt sind sich die Präsidien der Fachhochschule und der Universität in ihren Wünschen an die Politik besonders einig: Offene, transparente und parteiübergreifende Gesprächen zwischen Wissenschaft und Politik sind wichtig. Und dafür kann mit den Lübecker Hochschulen gerechnet werden.


v.l.: Prof. Dr. Stefan Fischer (Vizepräsident Universität zu Lübeck), Prof. Dr. Botterweck (Vizepräsident Fachhochschule Lübeck), Prof. Dr. Christian Willi Scheiner (Leitung GründerCube), Prof. Dr. Hendrik Lehnert (Präsident Universität zu Lübeck), Dr. Peter Tauber (Generalsekretär CDU), Prof. Dr. Claudia Schmidtke (CDU). Foto: FH Lübeck