Forschungskolleg LUMEN

Zweite Förderphase - LUMEN II

Das gemeinsame Forschungskolleg LUMEN (LUebeck Medical ENgineering) der  Fachhochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck startet mit 400.000 Euro in die zweite Phase. Das mit Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in seiner ersten Phase am 1. Oktober 2012 angelaufene Medizintechnik-Forschungsvorhaben umfasst zwölf inhaltlich ineinandergreifende wissenschaftliche Teilprojekte rund um das menschliche Herz-Kreislaufsystem.

Jedes der Teilprojekte wird von einem Promovierenden bearbeitet. Dabei ist die Hälfte der Projekte organisatorisch der Universität zu Lübeck, die andere Hälfte der Fachhochschule Lübeck zugeordnet. „Besonderheiten des Lübecker Konzeptes sind die Umsetzung der strukturierten kooperativen Promotion unter dem Dach der universitären Graduiertenschule und das integrierte Betreuungskonzept in der Einbettung zwischen Technologie und medizinischer Anwendung“, sagt Prof. Dr. Thorsten Buzug, Direktor des Instituts für Medizintechnik und Sprecher des LUMEN-Projektes seitens der Universität zu Lübeck.

Zum Ende der ersten Förderphase sind die Prozesse zur kooperativen Promotion von Fachhochschulabsolventen implementiert. Um diese Prozesse in den beteiligten Hoch-schulen zu festigen und die Forschungsarbeit inhaltlich fortzusetzen, wurde jetzt durch das BMBF die zweite Förderphase bewilligt. Prof. Dr. Martin Ryschka, Sprecher des LUMEN-Projektes seitens der Fachhochschule Lübeck, verfolgt mit der zweiten Förderphase drei Hauptziele: „Die Verstetigung der kooperativen Promotionskultur, die inhaltliche Fortschreibung des wissenschaftlichen Kernthemas Kreislauf und Gefäße in der Medizintechnik und die wissenschaftliche und wirtschaftliche Ergebnisverwertung.“

Das für die Promovierenden bewährte Qualifizierungskonzept mit der Graduiertenschule wird als zentrale Betreuungsstruktur ebenso fortgeschrieben wie die individuelle Betreuung der Promovierenden durch jeweils einen Vertreter der Universität, der Fachhochschule, des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und einen Industriementor. Um einen optimalen fachlichen Austausch zwischen den Promovierenden und den betreuenden Personen trotz der fachlichen Breite der Forschungsthemen zu gewährleisten, bilden jeweils drei Teilprojekte – sogenannte Tripletts – einen inhaltlichen Verbund. Um neben der Grundlagenforschung besonders der Anwendungsorientierung und klinischen Relevanz Rechnung zu tragen, werden für jedes Triplett individuelle Verwertungspotentiale erarbeitet und ihre Realisierung vorbereitet.

„Neben der Verstetigung der kooperativen Promotion zwischen Fachhochschule und Universität können wir mit dieser Förderung die technologischen und wissenschaftlichen Ergebnisse der ersten Phase ausbauen und einen substantiellen Beitrag zur Fortentwicklung der Diagnostik und Therapie der Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems leisten“, sind sich Ryschka und Buzug einig.